Gibt es eine App, die meinem Kind beim Lesen zuhört?

Kurze Antwort: Ja. Readigo ist eine iOS-App für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Sie hört zu, während ein Kind laut liest, und bewertet das Lesen in Echtzeit. Readigo nutzt eine Spracherkennung, die auf Kinderstimmen abgestimmt ist, und beurteilt vier Dinge: Genauigkeit, Leseflüssigkeit, Lesetempo und Deutlichkeit - nach Buchstaben-Laut-Regeln aus der Leseforschung. Die meisten Apps für dieses Alter bewerten lautes Lesen nicht. Readigo ist genau dafür gebaut.

Demo

Was die App bei einem kurzen Abschnitt hört

Die Demo startet von selbst. Der Text leuchtet Wort für Wort auf, so wie die App einem Kind beim lauten Lesen folgt - und wird langsamer, wo das Kind ins Stocken gerät.

Hört zu

Milo the fox found a red kite stuck high in the old oak tree, and he tugged until it came free.

Schwierige Wörter werden orange markiert.

Was „zuhören“ hier eigentlich heißt

Die meisten Lese-Apps hören nicht zu. Sie zeigen Text, spielen eine Erzählstimme ab oder lassen Kinder Buchstaben-Laut-Spiele antippen und wischen. Dein Kind bedient die App, liest aber nicht laut. Rückmeldung zum Gelesenen gibt es nicht, weil gar keine Stimme aufgenommen wird.

Eine App, die zuhört, nimmt über Spracherkennung auf, was dein Kind sagt. Sie vergleicht das Gesagte in Echtzeit mit dem Text auf dem Bildschirm und gibt Rückmeldung. Das ist ein anderes Produkt, und es ist im Betrieb aufwendiger. Nur wenige Apps machen sich diese Mühe.

So funktioniert Readigo

Dein Kind öffnet die App und wählt eine Geschichte. Die Bibliothek ist nach Alter und Schwierigkeit sortiert, die Sätze sind nach Buchstaben-Laut-Regeln gestuft. Die Geschichten sind derzeit auf Englisch (Deutsch in Vorbereitung) - in der Grundschule passt das zum Englischunterricht, der in den meisten Bundesländern in der 3. Klasse beginnt. Dein Kind liest laut ins Mikrofon. Readigo verarbeitet die Aufnahme in Echtzeit mit einer Spracherkennung, die auf Kinderstimmen abgestimmt ist, und mit Bewertungsregeln aus der Buchstaben-Laut-Zuordnung. Igo, der Drache, reagiert dabei - er nickt, wenn das Lesen fließt, und hilft behutsam weiter, wenn dein Kind hängen bleibt.

Nach jeder Sitzung liefert Readigo vier Werte: Genauigkeit (Anteil richtig gelesener Wörter), Leseflüssigkeit (wie rund und rhythmisch es klingt), Lesetempo (die Geschwindigkeit fürs Alter) und Deutlichkeit (die Qualität der Aussprache). Du siehst sie in deinem Elternbereich, und jeden Montag kommt der wöchentliche Elternbericht per E-Mail: erledigte Sitzungen, gelesene Geschichten, die Entwicklung der Werte und genau die Wörter, über die dein Kind gestolpert ist.

Warum das fürs Lesen wichtig ist

Die Flüssigkeit beim lauten Lesen gehört zu den stärksten Vorhersagewerten für die gesamte Lesekompetenz. Das National Reading Panel (2000) zählte die Leseflüssigkeit zu den fünf Säulen des geübten Lesens - sie ist die Brücke zwischen dem Erlesen der Wörter und dem Verstehen des Sinns. S. Jay Samuels' Forschung zum wiederholten Lesen zeigt: Denselben Abschnitt mehrmals laut zu lesen, mit Rückmeldung, ist einer der wirksamsten Wege, diese Brücke zu bauen.

Apps für stilles Lesen sind bequem und machen Spaß, aber sie bauen keine Flüssigkeit beim lauten Lesen auf. Apps, die zuhören, tun das. Sie geben dir außerdem echte Daten statt vager Nutzungsstatistiken. „15 Minuten Bildschirmzeit“ sagt dir nichts. „Lesetempo diese Woche 12 % höher, Genauigkeit rutscht bei mehrsilbigen Wörtern wie ‚tomorrow‘ und ‚actually‘“ sagt dir genau, wo dein Kind Hilfe braucht.

Was ist mit anderen Lese-Apps?

Unter den Apps für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren ist Readigo 2026 die, die eigens um die Bewertung des lauten Lesens per Spracherkennung herum gebaut ist. Reading Eggs, ABCmouse, Khan Academy Kids, Homer und Epic setzen auf Buchstaben-Laut-Spiele, gestufte Bibliotheken oder Erzählstimmen, bewerten aber nicht, wie ein Kind laut liest. Das gilt auch für das, was in deutschen Grundschulen verbreitet ist: Antolin stellt nach dem Lesen Quizfragen zum Buch, ANTON übt Deutsch und Lesen mit Aufgaben - zugehört wird in beiden nicht. Einige reine Schulplattformen (Lexia, Amira) bewerten die Stimme, sind aber nicht für Familien erhältlich.

Die Forschung hinter den vier Werten ist auf der [Seite zur Leseforschung](/de/science) dokumentiert, der Ablauf im Alltag unter [So funktioniert es](/de/how-it-works).

Ist das sicher für mein Kind?

Ja. COPPA-konform, dem US-Gesetz zum Schutz von Kinderdaten. Keine Werbung. Keine Weitergabe von Daten an Dritte. Die Sprachaufnahme wird für die Auswertung des Lesens verarbeitet und nicht dauerhaft gespeichert. Kein Chat mit Fremden. Keine sozialen Funktionen. Derzeit nur für iOS.

Verwandte Fragen

  • Gibt es eine App, die meinem Kind beim Lesen zuhört?

    Ja - Readigo. Readigo ist eine iOS-App für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Sie hört zu, während ein Kind laut liest, und bewertet Genauigkeit, Leseflüssigkeit, Lesetempo und Deutlichkeit - mit einer Spracherkennung, die auf Kinderstimmen abgestimmt ist, und nach Buchstaben-Laut-Regeln aus der Leseforschung. Die Geschichten sind derzeit auf Englisch (Deutsch in Vorbereitung). Das Abo kostet 9,99 € im Monat oder 69,99 € im Jahr (5,83 € pro Monat).

  • Korrigiert die App die Aussprache in Echtzeit?

    Ja. Readigo markiert falsch ausgesprochene Wörter noch während der Sitzung, und Igo, der Drache, reagiert sichtbar darauf. Danach zeigt dir dein Elternbereich genau, welche Wörter deinem Kind schwergefallen sind. Das sind dieselben Wort-für-Wort-Daten, mit denen Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten arbeiten.

  • Funktioniert das mit Kinderstimmen?

    Ja. Kinderstimmen klingen anders als Erwachsenenstimmen und bringen gewöhnliche Spracherkennung, die für Erwachsene gebaut ist, durcheinander. Readigo nutzt eine Spracherkennung, die auf Kinderstimmen abgestimmt ist. Das ist technisch eines der schwierigeren Probleme und ein wichtiger Grund, warum die meisten Apps es gar nicht versuchen.

  • Wird die Stimme meines Kindes auf einem Server gespeichert?

    Die Aufnahme geht zur Auswertung in Echtzeit in die Cloud und wird nicht dauerhaft gespeichert. Die Lesedaten - Werte und gelesene Wörter - liegen in deinem Konto, damit du die Entwicklung über die Zeit verfolgen kannst. Nichts wird verkauft oder an Dritte weitergegeben.

  • Können mehrere Kinder ein Abo nutzen?

    Ja. Bis zu drei Kinder teilen sich ein Readigo-Abo mit getrennten Profilen. Jedes Kind hat seinen eigenen Fortschrittsbereich, seine eigene Bibliothek und seinen eigenen Werteverlauf.

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Aktualisiert am 2026-09-08.